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Aktualisiert: 13. Sept.
Eröffnung der 7. Exposition "Aktfotokunst - heute" am 12.09.2026
Rückblick auf die Eröffnung der 7. Exposition
Am Samstagnachmittag war es so weit: Bei angenehmem Wetter öffnete das Museum seine Türen für die nunmehr 7. Exposition. Etwa 55 interessierte Gäste hatten sich eingefunden, um die mit viel Engagement vom Kurratorium zusammengestellte neue Ausstellung zu erkunden.
Im Vorgarten ergriff als erstes Volkmar Fritzsche das Wort und zeigte sich stolz über die Kontinuität der nun bereits 7. Ausstellung in Folge. Im Anschluss übernahm Solvig Frey und stellte den Anwesenden in ihrer gewohnt kurzweiligen und professionellen Art die diesjährigen Mitwirkenden vor. Das Publikum darf sich in dieser Ausstellung auf Werke von Brian Deatt, Guenter Knop, Maya Wolf, Cristina Laudenbach, Dirk Brune, Stefan Gärtner, Corado Stock, Adam Beyer, Ulli Gabsch und Volkmar Fritzsche freuen. Da einige der Künstlerinnen und Künstler persönlich vor Ort waren, ergaben sich bereits während der Eröffnung viele anregende Gespräche.
Für einen stimmungsvollen musikalischen und unterhaltsamen Rahmen sorgte in diesem Jahr der Musiker und Kabarettist Jörg Lehmann. Abgerundet wurde das Programm durch die inzwischen liebgewonnene Tradition einer tänzerischen Darbietung von Una Shamaa, die auch im kommenden Herbst wieder auf der Minibühne des Museums zu erleben sein wird.
Besonders erfreulich war der spürbare Zuspruch auch von jüngeren Besucherinnen und Besuchern. Das Team des Museums und der Freundeskreis blicken auf einen gelungenen Auftakt zurück und freuen sich auf zahlreiche neugierige Gäste in den nächsten Wochen.
FotografenTalk mit Claudia Otto am 22.08.2026
"Bildästhetik in der Aktfotografie" hieß das Thema an diesem Abend, zu dem der Freundeskreis im Rahmen des Aktionstages "Akt in Aktion" einlud.
Die Reise durch die fotografische Welt von Claudia Otto geriet zu einer offenen Plauderstunde mit künstlerischem Anspruch. Denn die Fotokünstlerin zeigte nicht nur einige ihrer Arbeiten auf der Leinwand, sondern erzählte in einem lockeren Gespräch mit der Moderatorin davon, wie sie zur Aktfotografie gefunden hat. Ihr fotografischer Weg führte sie über die Streetfotografie zum Portrait und darüber zum konzeptuellen Arbeiten. Ihre Aktfotografie bereichert sie nicht nur mit eigens gefundenen Materialien, sondern entleiht dafür auch Stoffe und Requisiten aus dem Theaterfundus, der ihr als Musikerin eines philharmonischen Orchesters zur Verfügung steht. Während der Zuspruch für ihre Arbeiten im Laufe der Jahre stetig wuchs, schuf sie nebenher biographisch angelehnte Serien.
Sie beeindruckte die Besucher mit der Rezitation des Gedichtes "Schöne Jugend" von Gottfried Benn. Den Ausdruck im Gesicht des Mädchens, das sie mit Fischen in einer Badewanne unter Folie dazu inszenierte, wird man so schnell nicht vergessen können.
Dass ihre Bilder von ihrer musikalischen Arbeit inspiriert und getränkt sind, konnte nicht nur die Moderatorin bestätigen. Rhythmus, Retardieren, Crescendo und Taktgefühl sind nur einige der (genannten) Begriffe, die ihre bildnerischen Kompositionen begleiten.
Zur monochromen Ästhetik ihrer Bilder befragt, lächelte Claudia Otto und man merkte ihrer selbstbewussten Haltung an, dass sie sich diesen Stil, der mittlerweile ein Erkennungsmerkmal ihrer Arbeiten ist, intensiv erarbeitet hat.
Wir wünschen uns sehr eine weitere Begegnung mit dieser interessanten und phantasievollen Greifswalder Künstlerin - hoffentlich bei einer unserer nächsten Ausstellungen.
Wenn die Moderatorin selbst im Mittelpunkt steht - 11. FotografenTalk mit Solvig Frey am 08.05.2026
Normalerweise führt sie durch den Abend, stellt die Fragen und bringt Künstlerinnen und Künstler mit ihrem Publikum ins Gespräch. Doch diesmal wechselte Solvig Frey die Perspektive: Die Initiatorin und Moderatorin der Veranstaltungsreihe „FotografenTalk“ stand selbst im Mittelpunkt.

Als Vorsitzende des Freundeskreis Museum Aktfotokunst Dresden e.V. hat Solvig Frey eine Reihe geschaffen, die Fotografie, künstlerische Entwicklung und persönliche Geschichten miteinander verbindet. Im Kunstkeller Dresden wurde nun ihr eigener Weg als Fotokünstlerin beleuchtet.
Im Gespräch mit Matthias Naumann erzählte Solvig Frey von ihrer Entwicklung, ihren fotografischen Ideen und ihrer Sicht auf die Aktfotografie. Dabei wurde deutlich, dass ihre Arbeiten weit über die reine Darstellung des Körpers hinausgehen. In verschiedenen Fotostrecken beschäftigt sie sich mit Natürlichkeit und Inszenierung, mit Ausdruck, Wahrnehmung und der besonderen Verbindung zwischen Fotograf und Modell.
Der Abend zeigte eine weitere Facette einer Frau, die die Dresdner Fotoszene nicht nur organisatorisch mitgestaltet, sondern auch selbst künstlerische Impulse setzt.
Ein schöner Perspektivwechsel innerhalb einer Veranstaltungsreihe, die vom Austausch lebt – diesmal mit dem Blick auf diejenige, die diesen Austausch überhaupt erst möglich gemacht hat.
Hier geht es zu Auszügen aus dem Gespräch: https://youtu.be/u4WDFyc-mrg
10.FotografenTalk am 27.03.2026
Zu Gast bei uns war der Fotograf Andreas Greiner aus Radeberg bei Dresden. Wir wollten mit ihm über seine Arbeit "Serien im Akt" sprechen. In der jetzigen Ausstellung präsentiert er Bilder mit Modellen in einem Langzeitprojekt, in dem er sie mit Pflanzen/Blumen in einer selbst gewählten Pose ablichtete. Als "Lichtbildner" wurde früher ein Fotograf bezeichnet. Er nennt sich eher „Lichtgestalter“ und präsentierte als Erstes seine "Graukarte". Dafür, meinte er, würde er so manches Mal belächelt. Dies war natürlich an diesem Abend nicht der Fall. Alle hörten dem studierten Physiker interessiert zu, der aus seinen Erfahrungen rund um workshops und zur Aktfotografie plauderte. Die Moderatorin des Abends beleuchtete zahlreiche Themen, z.Bsp.: Wieviele Anteile findet man von deinem Studium der Physik in deiner Berufung als Fotograf? Oder: was macht für dich die Aktfotografie interessant, nachdem du von der Feierfotografie bis zur Produktfotografie so ziemlich alle Bereiche der Fotografie abgedeckt hast?
Andreas Greiner schilderte und bebilderte anhand mehrerer exzellent und außergewöhnlich gestalteter Fotobücher, wie seine Arbeit mit seinen Modellen und in seinem Studio abläuft. Er beschrieb,was für ihn wichtig ist, nämlich die „Haltung, den Mut, sich zu zeigen und die Kunst, das Unsichbare sichtbar zu machen“.
Mit Fragen kamen auch nach der gut besuchten Veranstaltung die Gäste mit dem Fotografen über seine Bilder und seine Arbeit ins Gespräch.
9. FotografenTalk am 30.01.2026

Lilith Terra in Vorbereitung mit Volkmar Fritzsche, Museumsbetreiber Am vergangenen Freitag hatten wir das große Vergnügen, die Fotokünstlerin Lilith Terra aus Berlin zu begrüßen. Das Gesprächsthema "Inszenierung im Akt" orientierte sich an der von ihr bevorzugten fotografischen Arbeitsweise. Ausgehend vom Selbstportrait begann Lilith Terra 2012 ihre künstlerische Ausdrucksweise zu entwickeln. War es zu Beginn die Anerkennung für ihre Fotografie im BDSM-Bereich, so kamen mit der Zeit Ausstellungen und Bekanntheitsgrad, die sie in ihrer künstlerischen Arbeit bestärkten. Ohne den Hauptaugenmerk auf technische
Raffinessen zu setzen, fotografiert sie seitdem in surreal anmutenden Interieurs und Verkleidungen. Dafür setzt sie bevorzugt (Tier-)Masken und einen Green Screen (Ganzkörperanzug als Schatten) ein. In ihrer Arbeit im psychologischen Bereich beschäftigt sie sich stark mit Traumen und Identitäten. Die Gedankenstoffe verarbeitet sie genauso wie eigene Wahrnehmungen und biographische Erlebnisse
und setzt sich in ihren Bildern damit auseinander. Sie untersucht menschliche Beziehungen im Spannungsfeld zwischen Intimität und Fremdheit. Ihre Fotoästhetik berührt nicht nur Menschen im Fetischbereich. Lilith Terra erreicht mit ihren Inszenierungen ein breites Publikum, wie auch dieser Abend mit einem großen Besucherinteresse und anschließenden Gesprächen gezeigt hat.

Solvig Frey im Gespräch mit Lilith Terra
8. FotografenTalk am 26.09.2025
Mit Werner Lieberknecht war an diesem Abend ein bekannter Dresdner Fotograf zu Gast, der Arbeiten bereits mehrfach im Museum aktfotoARTdresden gezeigt hat und nun auch an der aktuellen Schau beteiligt ist. Das Thema des Gespräches war dieses Mal "Portrait im Akt". Der Abend wurde mit einem Auszug aus dem Band "Schwarzfahren", zu dessen Bildern der Schriftsteller Marcel Beyer passende Lyrik verfasst hatte, eröffnet. Werner Lieberknecht erzählte anhand der auf Leinwand projezierten Bilder seine Begegnungen mit Aktfotografie seit den 80er Jahren und ging speziell auch auf die Art von Portraits ein, die er mit ihm bekannten Modellen im Laufe der Jahre gemacht hat. Seine fotografische Ausbildung bei Arno Fischer und die enge Arbeit mit Eveyln Richter legten die Grundlage für seine Sicht auf den Menschen. Die Arbeit an lost places, aber auch im Studio unterscheidet sich jedoch nicht in der Herangehensweise. Konzeptuelle Arbeit findet bei ihm nicht auf dem Reißbrett statt, sondern ist eine veränderliche Komponente. Ein abschließender Lyrikteil, vorgetragen von der Vereinsvorsitzenden Solvig Frey sowie ein reger Austausch zwischen Fotograf und Besuchern beendeten diesen spannenden Abend.
7. FotografInnenTalk am 23.05.2025
Zu Gast waren Felicitas Schwenzer (Hamburg) und Maximilian Koch (Halle) zum Thema "Junge Sichten in der Aktfotografie". Spannende Einblicke erhielten die Besucher in die analogen Arbeiten beider FotokünstlerInnen: Maximilian Koch's Bildbearbeitungen von Polaroids und Felicitas Schwenzers digital bearbeitete analoge Fotoabzüge.
Ich sprach mit ihnen über die verschiedenen Perspektiven und Arbeitsweisen.
Während die Fotografin ihr Umfeld bekannter FotografInnen und FreundInnen für weitestgehend nicht personalisierte Bilder nutzt, liegt der Schwerpunkt bei dem Fotografen auf einer experimentellen Arbeit mit Modell und dem Medium Fotografie, das er erweiternd zur Zeichnung nutzt. Gleichzeitig wurden Gemeinsamkeiten wie das Bedingen einer Vertrauensbasis gegenüber den Fotografierten sowie die Verbindung zwischen Beobachten und Inszenieren sichtbar.
Befragt nach dem Unterschied zwischen den Generationen der AktfotografInnen und dem Wandel in der Wahrnehmung von Körperfotografie verwiesen sie auf die kunstgeschichtliche Bedeutung von Akt und die dem Zeitgeist geschuldete unterschiedliche Sichtbarmachung von Körperkult und Schönheitsideal. Beidem geben sie eine berechtigte Darstellungschance, stellen dem wiederum ihre eigene Sichtweise von der Ästhetik des Körpers, der natürliche Körpereigenschaften nicht ausblendet, gegenüber.
Mit einem Ausblick auf ihre nächsten künstlerischen Projekte und Fragen aus dem Publikum wurde die Gesprächsrunde abgerundet. Felicitas Schwenzer möchte sich gern der Kleinbildkamera zuwenden. Maximilian Koch liebäugelt mit der großformatigen Kamera, die er bereits im Rahmen seines Studiums an der Burg Giebichenstein kennen gelernt hatte.
Resümee und Statement von ihm: "Schaut euch die Menschen an!" - ein Slogan, der die Überschrift für weitere Ausstellungen im Museum aktfotoARTdresden bilden sollte.
6. FotografinnenTalk am 28.03.2025
Ende März 2025 war die Ausnahmekünstlerin Renée Nesca zu Gast beim FotografeninnenTalk des Freundeskreises Museum Aktfotokunst Dresden e.V. .
Im sehr gut besuchten Museum „aktfotoARTdresden“ gab die Künstlerin Einblick in ihr Schaffen und ihre Visionen. Mit einer Leichtigkeit in Worten lud sie die Besucher und Besucherinnen ein, die zahlreichen Facetten ihrer Persönlichkeit zu entdecken. Sie gab so viel ihrer Seele preis, zeigte, wie sie mit ihrer scheinbar unendlichen
Kreativität und ihrer Kunst Grenzen immer wieder zu überschreiten versucht.
Das Publikum war begeistert und ging in einen regen Austausch der Gedanken.
Moderiert von der Vereinsvorsitzenden Solvig Frey entstand eine Gesprächsrunde voll Spirit & Magie.
Begleitet von visuellen Streifzügen in das fotografisches Schaffen von Renée Nesca verging die Zeit viel zu schnell und hinterließ beim Autor das wunderbare Gefühl, an etwas ganz
Besonderem teilgenommen zu haben.
René Nesca, eine mutige junge Künstlerin, eine ganz besondere Perle in der Aktfotokunst, die neugierig macht auf ihr kommendes Schaffen.
Thoralf Möhlis (März / April 2025)
5. FotografenTalk am 24.01.2025
mit Volkmar Fritzsche, Moderation Thoralf Möhlis.
Am 24.1. war der Gründer und Betreiber des Museums aktfotoARTdresden zum Gespräch eingeladen. Der Raum der Kleinkunstbühne "EROS im Museum" war voll besetzt. Neben interessierten Fotoenthusiasten waren auch einige Fans und ehemalige Fotomodelle, wie Volkmar Fritzsche bewusst sagte, anwesend. Er gab den Anwesenden einen Einblick in seinen künstlerischen Werdegang, der ihn zunächst vom Kunsthandwerker zum Meister führte. In den 90igern, als auch für die Dresdner Kunsthandwerker eine schwierige Auftragslage entstand, hatte er die Idee, Körperschmuck aus Metall herzustellen. Dieser wurde von Modellen in Performances und Veranstaltungen gezeigt. Natürlich musste das auch fotografisch für Werbung und Archiv dokumentiert werden, genau wie alle anderen Metallkunstprodukte. So kam Volkmar Fritzsche zur Fotografie. Und damit war der Weg zur Aktfotografie nicht mehr weit, als ihn damals Modelle fragten: "Kannste nicht mal Bilder von mir machen, ohne den Schmuck?". Seitdem hat er eine Vielzahl von eigenen Ausstellungen, vor allem aber auch mit Werken anderer Künstler in seinem Museum durchgeführt. Per Beamer konnten die Besucher eine Auswahl seines Schaffens sehen.


4. FotografenTalk am 25.10.2024
mit Matthias Naumann, Moderation Solvig Frey, „Kamera und Location‟ - eine Gesprächsrunde über Akt (nicht nur) in der Landschaft.
Der Fotokünstler plauderte aus seinem reichen Erfahrungsschatz und dem anlassbedingten Umgang von Kameras. Außerdem hörten wir ein bebildertes Interview zur Verortung vom Menschen in der Natur und die Möglichkeiten den Akt darin einzubringen.

3.FotografenTalk am 23.08.2024
Mit Tobias Schreiter (Leipzig) und Una Shaama (Dresden) hatten wir Fotokünstler und Modell bei uns zu Gast. Zum Thema "Bildgestaltung und Modell" vermittelten Beide ausführlich ihre Erfahrungen vor und hinter der Kamera. Die Bedeutung des Modells bei der Mitgestaltung des Bildes, die szenische Gestaltung und der Einfluss anderer Kunstrichtungen (Malerei, Film, Tanz) rückten in den Mittelpunkt des Gesprächs.
2.FotografinnenTalk am 12.4.2024
Um "Körperformen und Vielfalt" ging es in diesem Gespräch mit der Fotografin Anna Försterling (Dresden). Die klassische Form, das Ringen um einen perfekten Blick, die Arbeit mit den unterschiedlichen Kameras und Ausdrucksmitteln beschäftigte uns in dieser Veranstaltung. Reges Interesse und Austausch gab es zu Körpermerkmalen, Auswahl der Modelle und fotografischen Techniken und Vorbildern.

1. FotografenTalk am 22.1.2024
Zu Fragen des zeitgenössischen Akt(fotografierens)stellte sich der Analogfotograf Georg Knobloch aus Dresden. Das Thema "Akt und Identität" war ein interessanter Diskurs in unserer sehr gut besuchten Gesprächsrunde und fulminantem Auftakt dieser Gesprächsreihe.



